Meine verbrannten Haare

Mein Horrortrip beim Friseur: Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll. Okay, ich hatte wunderschöne Hüftlange, naturgelockte Haare auf die ich mächtig stolz war.

Meine Arbeitskollegen, natürlich Männliche und mit fast Glatze, liebten es meine Haare auf Ihren kahlen Kopf zu legen und Fotos zu schießen. Ich hatte mir nie Sorgen um meine Haare gemacht, weil sie gepflegt waren bis, ja bis zu einem Geburtstag wo ich meine Haare, aus versehen, in der Flamme einer Kerze hatte.

Die Freunde um mich herum sprangen sofort auf und löschten die wunderschöne Pracht. Ich habe nicht sehr viel verloren. Wenn es überhaupt zu schätzen war, dann vielleicht fünf Zentimeter. Also nicht so tragisch. Meine Freunde meinten ich solle einfach die verbrannten Spitzen schneiden lassen und die Haare würden sich erholen. Ich habe mir gedacht, dass dies die wohl beste Lösung wäre. Wenn ich damals gewusst hätte was noch passieren würde, wäre ich doch lieber zuhause geblieben und hätte mir das Geld gespart.

Ich habe mir einen Termin bei meinem Friseur gemacht und freute mich schon riesig darauf. Als ich dann im Friseurstudio ankam, erzählte mir eine Friseuse, dass meine leider krank geworden ist und ich eine andere hätte.

Ich dachte mir sofort: „Das ist ein ganz schlechtes Zeichen, sozusagen ein bad omen!“

Niemand hat mir gesagt, dass dieses Mädel zuerst in einem Friseurbedarf eine Lehre gemacht hatte und erst jetzt mit 25 auf die Idee kam eine Friseur Lehre anzufangen. Ich hätte sie nie an meine Haare gelassen, das könnt Ihr mir glauben. Na auf jeden Fall, habe ich dieser Dame unmissverständlich klar gemacht, „nur die verbrannten Spitzen schneiden, bitte“ Sie sagte okay. Also ging Sie ans Werk, waschen, kämmen und fing dann an zu schneiden. Mittendrin wurde Sie zum Telefon gerufen. Sie entschuldigte sich und ging ran. Keine Ahnung wie lange Sie weg war, ich habe mich mit einer anderen Kundin unterhalten. Als Sie dann wiederkam, sah Sie irgendwie anders aus. Komisch ich habe Ihre verheulten Augen nicht bemerkt. Sie nahm also die Schere und machte weiter, plötzlich sah Sie mich an und frage scheinheilig „bei Ihnen waren es nur die Spitzen oder?“ Die Dame hatte meine rechte Seite bis zur Schulter einfach abgeschnitten. Gott war ich wütend, ich bin ausgeflippt. Ihr Boss konnte das mit seinen Worten „Das tut mir aber echt leid, Sie brauchen diesen Schnitt wirklich nicht zu bezahlen“ oder so, mich nicht beruhigen.

Mein Gott meine tollen Haare waren weg und er dachte nur ans Geld, wie Materialistisch!

Ich war echt verzweifelt, was sollte ich meinem Freund sagen und vor allem, was sollte ich tun. Jeder kannte mich seit meiner Kindheit mit langen Haaren. Erst einmal heulen, ja ich habe das gemacht, peinlich ja, aber ich war echt sauer und verzweifelt. Der Chef von Ihr hat mir dann einen echt süßen Haarschnitt verpasst und gemeint, ich bräuchte erst mal für jeden Haarschnitt, bis meine Haare nachgewachsen waren, nichts mehr zu bezahlen. Kein Trost für mich. Erst später habe ich erfahren, dass der Freund von dem Mädel, mit Ihr am Telefon Schluss gemacht hatte. Zwar hat mir das echt unheimlich leid getan, aber ich bin nie wieder dahin gegangen. Seitdem fühle ich mich bei Friseuren nicht mehr so wohl. Ich bin immer noch auf der Suche nach einem Friseur, dem ich meine Haare getrost in die Hände legen kann. Ich weiß dass dies ganz schön Dumm klingt, aber es ist nun mal so.

Der Schock sitzt tief. Ich lasse meine Haare heute langsam wieder wachsen, obwohl alle meinen Kurzhaarfrisuren Schnitt besser fanden und ich eine Menge Komplimente erhielt. Ich liebe lange Haare und werde sie auch wieder wachsen lassen.

Egal wer was sagt, denn von einer Sache bin ich ganz Überzeugt: „Zuerst muss man sich selbst wohlfühlen und erst dann können die Anderen über einen ein Urteil bilden!“

Kreisrunder Haarausfall – Ein Alarmzeichen für einen stressigen Beruf

Über 1 Million Menschen in Deutschland leiden unter der Haarausfallerkrankung. Besonders betroffen sind junge Menschen, aber auch Männer sowie Frauen ab dem Lebensalter von 50 Jahren.

Der kreisrunde Haarausfall zeichnet sich durch runde, kahle Stellen am Kopf aus, die bei einigen Personen plötzlich entstehen. Das Haar wächst zwar nach einer gewissen Zeit wieder nach, trotzdem ist das Symptom des kreisrunden Haarausfalls, für viele ein Besorgnis erregendes Problem. Die Krankheit ist weder ansteckend noch verursacht sie jegliche Art von Beschwerden, sie kann jedoch wiederholt auftreten.

Die wirkliche Ursache für den kreisrunden Haarausfall wurde bislang noch nicht gefunden. Manche sprechen von genetischen Veranlagungen und Erbkrankheiten. Andere sind der Meinung, der kreisrunde Haarausfall sei die Folge einer Fehlsteuerung des Immunsystems, wobei die Haare vom Immunsystem der Haut als „fremd“ erkannt werden. Dabei werden Abwehrzellen vom Körper freigesetzt, die sich rund um die Haarwurzeln sammeln und die Haare in einer Art Immunreaktion abstoßen. Die Folge ist eine Infektion, durch die das Wachstum des Haars abschwächt und die Haare schließlich stellenweise ausfallen. Der Grund dieser Fehlsteuerung ist bisher nicht bekannt. Gerade für Frauen, welche stets den aktuellen Frisurentrends folgen, kann dies zu einem ernsthaften Problem werden. Diese Krankheit schlägt sich dann nämlich zusätzlich auf das Gemüt des Betroffenen.

Der kreisrunde Haarausfall ist sehr häufig ein Zeichen für Stress und psychische Belastung

Viele Mediziner glauben, der kreisrunde Haarausfall sei eine Folge von psychischer Belastung, diese Annahme wurde jedoch bisher noch nicht wissenschaftlich bestätigt. Dennoch kann emotionaler Stress eine Auswirkung auf den kreisrunden Haarausfall haben: Anspannung produziert eine Körpersubstanz, die die Haarwurzeln schädigt und zu Infektionen führt. Viele Menschen, die einen gestressten Berufsalltag leben, leiden besonders häufig unter dieser Krankheit: gestresste Abteilungsleiter, Sekretärinnen oder Sachbearbeiter. Oft sind Konflikte die Hauptursache für Stresssituationen und führen bei vielen Personen zum Haarausfall. Besonders impulsive Menschen sind oft davon betroffen. Angstzustände, Trauer und andere Gefühlseinflüsse können ebenfalls den kreisförmigen Haarausfall verursachen. Dabei wird in den meisten Fällen der Haarwuchs vollkommen gestoppt. Erst wenn der Körper sich entspannen kann, können die kreisförmigen kahlen Stellen wieder zuwachsen. Dies ist aber nur dann der Fall, wenn das psychische Problem gelöst wird. Bei dauerhafter Stressbelastung kann es sogar so weit kommen, dass die Haarwurzeln sich überhaupt nicht mehr regenerieren und keine neuen Haare mehr nachwachsen können. Bei manchen Personen mit akuter Erkrankung fallen sogar alle Haare aus und wachsen nie mehr nach.

Kreisrunder Haarausfall lässt sich durch eine topische Immuntherapie behandeln, bei der durch den Einsatz von chemischen Hilfsmitteln eine Allergie ausgelöst wird, die das Immunsystem ablenkt. Eine weitere Möglichkeit, den kreisrunden Haarausfall zu behandeln bietet die sogenannte PUVA-Therapie, bei der ultraviolette Strahlen bestimmter Wellenlänge und eine Medikament, das die Haut lichtempfindlicher macht, angewandt werden. Diese Methode ist jedoch weniger empfehlenswert, da sie laut Medizinern Hautkrebs verursachen kann.

Die Wissenschaftler forschen immer noch nach einem geeigneten Wirkstoff, um dem kreisrunden Haarausfall ohne Nebenwirkungen vorzubeugen. Mit dem wachsenden Fortschritt der Medizin jedoch wird es mit Sicherheit in Zukunft eine Methode geben, der Krankheit entgegenzutreten.

Haarausfall Ursache – Wenn die Eitelkeit siegt

Ich stehe wieder vor dem Spiegel und kämme mir meine Haare. Bereits seit mehreren Wochen merke ich, dass immer mehr Haare auf dem Kamm hängen bleiben und im Waschbecken liegen.


Dabei denke ich immer an meinen Großvater und meinen Vater. Soweit ich mich zurückerinnern kann hatten sie beide Glatzen, ich kannte sie nicht anders. Werde ich denn nun auch als Glatzenträger enden, mit 25 Jahren?


Gemerkt habe ich es als erstes an meinen Geheimratsecken. Auf Familienfesten wurde ich immer angesprochen an den immer weniger werdenden Haaren und das das alles nur Vererbung sei – man kann doch so und so nichts dagegen machen. Was für ein Trost!

 

Erblichbedingter Haarausfall bei Männer – Wenn die Eitelkeit siegt

Da ich im Autoverkauf arbeite, wurde mir immer bewusster, wie wichtig mir meine Haare wurden. Was denken die Kunden über mich wenn sie mich das erste Mal sehen? Merken sie meine angehende Glatze schon? Wie alt schätzen sie mich? Eines Tages fand ich ein Prospekt im Briefkasten über ein Mittel gegen Haarausfall.

 

Der männliche Haarausfall nennt sich medizinisch „androgenetische Alopezie“ und kann trotz langjähriger Forschung nicht verhindert werden, nur verlangsamt. Weiter las ich gar nicht, schmiss es einfach in den Mistkübel. Ein Kunde im Autogeschäft erzählte mir eines Tages, dass sein Bruder vor einem Jahr eine Eigenhaartransplantation gemacht hatte. Das klang sehr interessant. Am Abend, als ich zu Hause ankam, setze ich mich gleich an den PC und fand im Internet eine Klinik die Eigenhaartransplantation anbot. Zu meiner großen Verwunderung stand da doch tatsächlich, das der erbliche Haarausfall bei Männern meistens ab dem 20. Lebensjahr beginnt.

Was für ein Schock: nach dem Schlafen fand ich eine Menge Haare auf meinem Kopfpolster

Im ersten Moment war ich richtig schockiert! Sollte ich nicht der einzige im dem Alter sein der schon die Haare verliert? Es gibt andere Leidensgenossen? Irgendwie beruhigte mich das aber, muss ich zugeben. Geteiltes Leid ist eben halbes Leid!

Haartransplantation – Für mich keine Alternative

Dann begann ich weiter zu lesen. Bei einer Eigenhaartransplantation werden die noch vorhandenen Haare nach einem Plan so versetzt, dass die kahlen Stellen nicht mehr so stark zu erkennen waren. Das heißt also, dass es sich um eine Umverteilung der noch vorhandenen Haare handelt. Ich schloss die Augen und stellte mir vor, wie das wohl aussehen könnte. Ich musste zu lachen beginnen, das Bild das ich mir davon machte kann man nicht beschreiben, es war einfach nur lustig! Man ist eben doch ein Gewohnheits-Mensch, auch wenn es um den nicht so schönen Anblick von schütterem Haar bzw. einer Glatzenbildung geht.

Für mich war dieser Eingriff unvorstellbar, ich hatte Angst vor einem Eingriff dieser Art. Am nächsten Tag in der Früh sah ich, wie schon in den letzten Wochen, sehr viele Haare auf meinem Polster. Was für ein Schock, auf Kaffee und Kuchen konnte ich an jedem Morgen getrost verzichten.

 

Irgendetwas musste endlich geschehen, so konnte es nicht weitergehen. Mein Haarausfall begann schon mein Leben zu beeinträchtigen. Mir fiel ein, dass ich doch auch in einen Friseurbedarf gehen könnte, vielleicht haben die dort ein Mittel gegen erblich bedingten Haarausfall. Aber zu einem Friseurbedarf in meiner Stadt traute ich mich nicht, ich schämte mich zu sehr. Ich bin also doch eitel wie es scheint.

Ein bekannter Wirkstoff: Aminexil gegen Haarausfall

Zwei Tage später fuhr ich in die nächste Stadt und besuchte einen Friseurbedarf um ein Beratungsgespräch zu führen, wegen des Haarausfalles. Immerhin arbeiten auch dort meist ehemalige Friseure und sind vom Fach. Eine freundliche und vor allem kompetente Verkäuferin stellte mir unter anderem Aminexil vor, diese patentierte Formel welche ihren Ursprung in der Bluthochdruck-Forschung hat fördert sogar bei erblich bedingtem Haarausfall den Haarwuchs und verankert zusätzlich die Haarwurzel damit das Haar nicht so schnell ausfällt.

Eine neue Frisur muss her!

Das Aminexil Mittelchen für eine 6 Wochen Kur hab ich mir gekauft, ich bin zwar skeptisch ob es wirklich hilft, aber schaden kann’s nicht also was soll’s. Gleich neben dem Friseurbedarf war ein Frisör. Spontan beschloss ich hineinzugehen und mir eine neue Frisur zuzulegen. Nach einer Stunde kam ich nach draußen mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Ich war glücklich wie schon seit Wochen nicht mehr.

Mir wurde eine Frisur verpasst die meine kahlen Stellen versteckten. Viva la Evolution!

 

Austrias neues Topmodel 2009

Der Duft der grossen weiten Welt mit „Austrias next Topmodel 2009″

 

Wie viele Mädchen träumen ihn: Den Traum von internationalen Modeschauen, von Reisen in ferne Länder und in die großen Metropolen, unterwegs auf den Catwalks, die die Welt bedeuten.

 

Sie haben ein Ziel und der Weg dorthin ist mehr als steinig. Oft werden die Hoffnungen in überteuerte Fotomappen gesetzt, die dann in den Karteikästen von Geschäftemachern verschwinden. Oder die Eltern geben ihre Erlaubnis nicht, weil sie dubiose Angebote fürchten und ihre Kinder schützen wollen. Seit ein paar Jahren gibt es eine faire Chance. Über Castingshows rückt die Erfüllung des Lebenstraums plötzlich in greifbare Nähe. Nach drei sehr erfolgreichen Staffeln in Deutschland, geht jetzt auch Österreich mit einer eigenen Produktion an den Start.

 

Im Frühjahr 2009 wird bei Puls4 Tv „Austrias Next Topmodel“ ausgestrahlt.

 

Moderiert wird die Show von Lena Gercke, der Gewinnerin der ersten deutschen Staffel. Ihr Sieg hatte ihr zahlreiche Werbeverträge namhafter Unternehmen eingebracht. Was liegt näher, als sich diese Erfahrung zu Nutze zu machen und Lena Gercke andere Mädchen am Anfang ihres Traums begleiten zu lassen. Die Show ist transparent und jeder hat eine Chance; Bewerberinnen, die schon ein wenig gemodelt haben, aber auch solche, die bisher nur davon geträumt haben. Dabei kommt es eben nicht nur auf die perfekten Maße an, sondern auch auf das „gewisse Etwas“. Dieses zu finden und zum Strahlen zu bringen ist die Aufgabe der Jury. Die Bewerberinnen erhalten so gesehen eine fundierte Ausbildung worauf es im Modelbusiness ankommt. Wie die Großen der Branche werden sie in professionellen Kampagnen, teilweise sogar an internationalen Locations, in Szene gesetzt.

 

Ihnen wird beigebracht, wie sie sich schminken und bewegen müssen um den verschiedenen Werbeaufträgen gerecht zu werden. Sie müssen aber auch ihre Selbstorganisation und ihren Willen unter Beweis stellen. Auch hier wird einem nichts geschenkt. Dennoch hat jede die gleiche greifbare Chance ein Topmodel zu werden. Allein durch die Teilnahme an der Show kann sich später noch die ein oder andere Tür öffnen, selbst wenn man es nicht bis ins Finale schaffen sollte. Die Gewinnerin von „Austrias Next Topmodel“ hat übrigens automatisch einen der Plätze der kommenden Staffel von „Germany’s Next Topmodel 2009 by Heidi Klum“ sicher. Sollte man wirklich davon träumen eine Karriere als Model zu beginnen kann es leichter nicht sein, einen Fuß in die Tür der Werbewelt zu bekommen. Zudem steht nicht zu befürchten, dass man dabei ausgenutzt wird. Man erfährt durch die Teilnahme an der Show auch ganz genau, wie das Geschäft der Werbung und Mode funktioniert und hat die Möglichkeit, die Dinge, auf die es ankommt, von erfahrenen Profis an seiner Seite gelehrt zu bekommen. Unter den schützenden Fittichen der Crew kann man sicher geführt die ersten Schritte wagen, um sich seinen Traum, Model zu werden, zu erfüllen.

Mein erster Haarschneider

So kam ich zu meinem ersten Haarschneider. Es gibt immer im Leben einen Anlass, dass man einen Gegenstand kauft. Es muss eine Begehrlichkeit geweckt werden, wie die Leute sagen, die sich von berufswegen mit dem Thema ‘kaufen’ beschäftigen. So ist es auch, wenn man einen Haarschneider kauft. Je näher einem das Problem sitzt, wie bei den Haaren auf dem Kopf, um so später kommt man anscheinend darauf, dass ein Haarschneider etwas sinnvolles sein könnte. Im vorliegenden Fall war es der Friseurbesuch. Erst einmal war es die fehlende Zeit und dann die Frage vom Friseur: „Hatten Sie einen Termin“, Fehlanzeige, ich hatte natürlich keinen. Die Engländer nennen es sinnigerweise „Bad Hair Days, die Tage an denen etwas schiefgeht, ein Hinweis auf die besondere Bedeutung der Haare. Und dabei hatte ich schon so lange gewartet, um einmal das Haarschneiden beim Friseur einzusparen, denn der Friseur mit den modernen Schildern im Schaufenster mit den schönen Herrenfrisuren nimmt € 18,00 für einen Haarschnitt. Es schmerzte mich schon immer sehr, und immer dachte ich daran, wenn ich im Stuhl des Friseurs saß, dass das bisschen Haare abschnippeln so teuer sein musste. Die Verkaufspsychologen sprechen in so einer Situation davon, dass sich ein Bedarf potenziert, ohne dass der Käufer schon ein Produkt kennt, das er zu einem bestimmten Zeitpunkt kaufen wird. Ich denke immer sehr viel, wenn ich im Friseurstuhl sitze, beispielsweise, was Haare eigentlich sind. Haare bestehen aus dem gleichen Material wie Finger- und Fußnägel, aus Horn, also abgestorbene Zellen. Aha, denke ich, darum tut das auch nicht weh, wenn der Meister die Haare abschneidet, denn die haben weder Blutgefäße noch Nerven.

Haaranhang-Gebilde, mit diesem schrecklichen, bürokratisch klingenden Wort bezeichnen Biologen und Mediziner die Haare.

Und dann kam der Tag, als ich in meinen Supermarkt kam, den relativ lange Haarschopf immer noch auf dem Kopf tragend, als mir auf großen Schildern ein Sonderangebot ‘ins Auge stach’: „Haarschneider, dann der Markenname, „Made in Germany“, Netz- und Akkubetrieb, mit internationalen Netzadaptern, in den Farben silbern, bordeaux, rot, gelb und blau, nur heute und morgen € 35,99″. Bordeaux mag ich besonders gern, und in diesem Augenblick löste sich in meinem Hirn, was Verkaufspsychologen mit ‘potenziertem Bedarf’ bezeichnen. Das war es, und war die Lösung für mein Problem, zukünftig mein Haar von meiner Frau schneiden zu lassen, wann immer, ohne Friseurtermin, was mich in dieser krisengeschüttelten Zeit so freut, zu einem Bruchteil des Preises, den ich beim Friseur zahlen muss. Schon bei zwei Schnitten war der Haarschneider bezahlt, und jedes weitere Mal war es nur der Strompreis. Ich kaufte den Haarschneider, pries ihn meiner Frau als ein Schnäppchen an und schon saß ich unter ihren liebevollen Händen.

Was soll ich noch viel erzählen, es war wunderbar, der Haarschnitt war durch die Distanzkämme von 4 – 21 mm perfekt. Einmal trug ich lang, einmal kurz, je nach Jahreszeit oder auch wie meine Frau oder auch ich gerade Laune hatte. Und, nach jedem dritten Schnitt lade ich meine Frau zum Essen ein, das kann ich mir leisten, und uns beiden tut es auch gut.